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SPIEGEL würdigt erste „Archives“-Veröffentlichung
„Der Künstler als sein eigener Editor und Nachlassverwalter – ich glaube nicht, dass es einen Fall von vergleichbarem Perfektionismus je gab“, staunt Autor Navid Kermani in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL– und meint damit die „Archives“, dessen ersten Teil Neil Young dieser Tage für die Öffentlichkeit bereit gestellt hat. „Hier hat einer gesammelt, der gewusst hat, dass es angeschaut wird“, konstatiert Kermani in dem Artikel „Die blaue Offenbarung“ ob der beeindruckenden Sammlung von Musik-, Bild- und Tonaufnahmen aus dem Leben des Neil Young zwischen den Jahren 1963 und 1972. Geht es nach Kermani, sagen dabei gerade die frühen dokumentierten Jahre des Neil Young viel über seine spätere Klasse aus, denn „in den frühesten Aufnahmen, die Neil Young aus seinem Archiv hervorgeholt hat, deutet kaum etwas auf seine spätere Originalität hin, den frappanten Eigensinn und das herausragende Sensorium für wunderschöne Melodien, tiefgründige, manchmal geradezu altersweise Texte und den Wechsel von bizarr weinerlichen und fieberhaft krachschlagenden Kompositionen.“
Der angesehene Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani veröffentliche 2002 das „Buch der von Neil Young Getöteten“.


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