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Ausführliches Interview für die Galore
Die Gelegenheiten sind selten, das Ergebnis dafür umso lesenswerter: Altmeister Neil Young hat Ende Juni ein Interview für die Zeitschrift Galore gegeben, das ab heute exklusiv online zu lesen ist. Bei einem guten Glas Guinness berichtet der Musiker ausführlich von seinem ambitionierten Projekt „Archives Volume 1“, an dessen Zusammenstellung Young rund 20 Jahre saß, und beweist sich zudem auch mit seinen 63 Jahren als ausgesprochen moderner Zeitgenosse.
So sagt Young, der für die Umsetzung von „Archives Volume 1“ auf modernste Blu ray-Technologie und BD Live-Technologie zurückgriff: „ Ich bin überzeugt, dass wir uns auf eine Ära zu bewegen, in der diese Ebene der Interaktion der neue Standard wird. Ganz so, wie es die CD für eine voran gegangene Ära war.“ Mit Blick auf die Nutzung neuer Technologien sieht sich Young mit seinem Projekt dabei als eine Art Pionier: „Hier sehe ich meine Verantwortung: Zu zeigen, dass Musik auch auf einem neuen, bislang ungehörten Level der klanglichen Qualität funktionieren kann und zudem ergänzt wird durch umfangreiche Hintergrund-Information.“
Angetrieben wird der Kanadier dabei bis heute von einer zentralen Grundüberzeugung: „Dort, wo ich herkomme, war Musik Gott. Es gab nichts, das wichtiger war, also musste es auch so gut klingen, wie es eben geht. Das ist heute nicht mehr so – wichtiger ist die Verfügbarkeit an jedem Ort, zu jeder Zeit.“ Young gibt zu Bedenken, dass er die Alternativen nur anbieten kann – ob sie genutzt würden, sei nicht in seiner Macht. Gleichwohl sieht sich Young, der weitere „Archive“-Veröffentlichungen nicht ausschließt, noch lange nicht am Ende: „So gesehen bin ich ein Dinosaurier, gehöre zu einer aussterbenden Rasse. Meine Tage müssten also eigentlich gezählt sein. Der Witz ist nur: Ich fühle mich, als ob mein großer Tag erst noch kommt.“

